Pauschale Regelungen

Das meiste in unserem Leben wird durch das geprägt, was wir bewusst wahrnehmen. Wir weichen einem Hindernis aus, wenn wir es sehen. Wir lassen einen Gegenstand los, wenn wir spüren, dass er zu heiß ist. Unser Empfinden ist eines der wichtigsten Einflussgrößen, die unser Handeln dahin gehend beeinflusst unseren Schaden und den der Gesellschaft gering zu halten. Es heißt zwar „geteiltes Leid ist halbes Leid“, und in einer sozialen Struktur sollte dies auch angestrebt werden. Aber für alles gibt es Obergrenzen, denn der Entscheidungsträger sollte immer derjenige sein, der von seinen Entscheidungen den größten Teil der Konsequenzen zu tragen hat. Vor allem darf es niemals so sein, dass er die Konsequenzen nicht mehr wahrnimmt. Dies würde bildlich gesprochen dazu führen, dass wir in Hindernisse hineinlaufen und uns Schaden zuführen, ohne es zu bemerken und ohne eine Chance, es zu ändern.

Ein Beispiel dafür können Versicherungen sein. Genau aus diesem Grund haben Autoversicherungen einen Selbstbetrag, der bei jedem Unfall für den Versicherten fällig wird, damit dieser nicht leichtfertig eine Gefahr eingeht. Ebenso gibt es einen Mechanismus, um Autofahrer stärker zur Kasse zu bitten, die häufiger einen Unfall hatten, oder eine höhere Wahrscheinlichkeit haben, einem Unfall nicht ausweichen zu können, wie dies z. B. bei Fahranfängern angenommen wird. Diese Wirkmechanismen sind allgemein bekannt, dennoch finden sie nicht überall dort Anwendung, wo der Einzelne durch individuelles Handeln den Schaden beeinflussen kann.

Im Prinzip sind Versicherungen ein sozialer Fond, in den jeder einzahlt, um im Falle eines stochastischen und schwerwiegenden Schadens Solidarität zu zeigen und dem Betroffenen sein Leid zu lindern. Dabei ist es keineswegs das Ziel, ihn schadensfrei zu stellen, noch ihm die Verantwortung abzunehmen.

Wenn das Vorhandensein einer Versicherung dazu führt, dass die Achtsamkeit oder das verantwortliche Handeln nachlassen, dann führt das dazu, dass die versicherte Gemeinschaft für die Leichtfertigkeit des Einzelnen zahlen muss – und nicht zwecks Solidarität dem Opfer unter die Arme greift. Die Struktur der Vernunft und der Solidarität dreht sich zu einem asozialen System um, in dem Schmarotzer auf Kosten der Gemeinschaft profitieren. Es darf zwar nicht pauschalisiert werden, trotzdem dürfen statistisch niederschlagende Effekte nicht ignoriert werden. Denn Versicherungen sind nichts anderes als das Abmindern der schadhaften Wirkung statistisch auftauchender Ereignisse. Nicht umsonst sitzen in den Versicherungen Mathematiker, die alle Schäden bewerten. Die meisten dieser negativen und asozialen Verhaltensänderungen lassen sich zu einem großen Teil durch eine geschickte Internalisierung der Unkosten beheben.

Ein solcher Fall sind Krankenversicherungen, bei denen der Arbeitnehmer sein volles Gehalt auch dann erhält, wenn er zu Hause bleibt. Sei es, weil er tatsächlich krank ist oder weil er montags keine Lust hat oder zu lange gefeiert hat. Finanziell wird er dadurch nicht bestraft, aber er spart sich an dem Tag den Weg zur Arbeit und die damit verbundenen Unkosten und Unannehmlichkeiten. Nimmt man den sozialen Druck und das moralische Empfinden weg, so wäre jeder als dumm zu bezeichnen, der nicht regelmäßig krankfeiert. Das führt aber dazu, dass ein Teil des asozialen Handelns aufgrund der Solidarität der Gemeinschaft nicht nur schadensfrei gehalten wird, sondern obendrein belohnt wird. Das ist eine eklatante Diskrepanz zum Grundgedanken der Versicherungen. Es wäre durchaus angebracht das ausgezahlte Gehalt auf 80 % zu reduzieren und somit den Krankenkassenbeitrag zu senken. Dadurch würde nur derjenige bestraft, der überdurchschnittlich oft krank ist oder krankfeiert. Für jenen, der chronisch krank ist oder zumindest über einen längeren Zeitraum, lassen sich einfache Regelungen finden, die ihm die Solidarität zusichern, die ihm in unserer sozialen Gesellschaft zustehen. Jedenfalls darf es kein pauschales System für Sozialversicherungen geben, solange die soziale Grundeinstellung der Individuen nicht homogen ist – und das wird sie voraussichtlich niemals sein.

Ein anderes Problem entsteht, wenn Arbeitnehmer ein fixes Gehalt erhalten, das nicht eine Funktion der Arbeitszeit darstellt. Zwar haben wir Gesetze, die regeln sollen, dass die Arbeitszeit wöchentlich bei vierzig Stunden liegen soll, dennoch zeigt sich in der Realität ein anderes Bild. Es gibt Arbeitnehmer, die ihre Stunden abarbeiten und dann ihren Hammer, ihre Computermaus oder Pinsel fallen lassen und nach Hause zu ihrer Familie, ihren Freunden gehen und von ihrem Sozialleben profitieren.

Gleichzeitig gibt es aber auch Arbeitnehmer, die unter dem Deckmantel eines höheren Gehaltes angehalten sind länger zu bleiben. Solange bis die Arbeit erledigt ist, gleichgültig wie lange es dauert. Das mag seine Vorteile haben, über längere Zeit führt es aber zu sozialen Problemen und zu einer Zeitfalle für den Arbeitnehmer. Überstunden werden zur Gewohnheit und der Arbeitgeber kann bewusst oder unbewusst den Druck kontinuierlich erhöhen und immer mehr auf den Arbeitsplan stellen, für ihn nämlich verursacht es keine Kosten.

Die Ausnahmesituation von Überstunden in Peakzeiten, wenn kurzfristig viel dringende Arbeit anliegt, wird zur Gewohnheit und der Arbeitnehmer muss hart kämpfen, um von seinem Recht Gebrauch zu machen. Die Gefahr dabei ist, dass es sich hierbei um einen schleichenden Prozess handelt. Es ist kein Schlag ins Gesicht, sondern es ist, als ob die Wände um einen herum Millimeter um Millimeter zusammen rücken und einen irgendwann zu erdrücken drohen, wenn man sich nicht gewaltsam befreit. Meist führt irgendwann kein Weg an einer Kündigung oder einem körperlichen und / oder psychischen Zusammenbruch des Arbeitnehmers vorbei, wenn sich etwas ändern soll. Weil dies aber gängige Praxis ist, wird auch dies meist nicht viel ändern und so ergibt er sich allzu oft in seine Situation und verzichtet auf sozialen Nutzen.

Das hat aber auch weitreichende Folgen für die Gesellschaft. Einerseits wird so anfallende Arbeit von weniger Menschen als sinnvoll ausgeführt und unnötigerweise Arbeitsplätze vernichtet. Andererseits führt es zu einer Entfremdung der Gesellschaft und dem vielzitierten Kind, das seine Eltern sich küssen sieht und fragt: „Mama, wer ist dieser Mann?“ Wir müssen uns von der Selbstverständnis der Arbeit trennen und zu einem Selbstverständnis der Freizeit kommen. Nicht derjenige ist asozial, der versucht seine Arbeitszeit zu begrenzen, sondern derjenige, der es nicht tut.

Hier muss dringend und kann sehr einfach ein Mechanismus gefunden werden, um diese Zwangslage zu unterbinden. Ungeachtet der Gehaltsstruktur und -summe muss eine Bedingung stets erfüllt bleiben, nämlich die, dass jede Arbeitsstunde zu einem erhöhten Gehalt führt und dass keine Stunde unter der des für die jeweilige Person gültigen Mindestlohnes liegt. Außerdem muss ab der vierzigsten Arbeitsstunde der Stundenlohn um 15 % (inklusive Zinseszins) steigen. Das würde dazu führen, dass bei einer regelmäßigen Arbeitszeit von 45 Stunden, der Arbeitnehmer für die 45. Stunde automatisch den doppelten Stundenlohn erhalten würde, für die 50. Arbeitsstunde das Vierfache. Natürlich müsste es gleichzeitig verboten sein, die Arbeitszeit nicht zu erfassen. Ab dann hat der Arbeitgeber einen starken Anreiz dem Arbeitnehmer zu sagen, dass seine Überstunden ineffizient sind und würde ihn bitten nach Hause zu gehen. Der Arbeitnehmer würde nach einer Möglichkeit suchen, die Arbeit anderweitig erledigt zu bekommen und deshalb neue Arbeitsplätze schaffen. Gleichzeitig würde er die Flexibilität wahren oder gar steigern, weil seine Arbeiter nicht an ihrer Belastungsgrenze arbeiten und kurzfristig mehr Leistung erbringen können, um dann in ruhigeren Zeiten die angehäuften „Überstunden“ abzubauen oder ausbezahlt zu bekommen. Die Interessen der Gesellschaft müssen auch in die Entscheidungsstruktur der Arbeitgeber internalisiert werden.

Es zeigt sich nämlich, dass unsere Kinder die Werte verlieren, die für eine Gesellschaft wichtig sind und das liegt daran, dass die Erwachsenen asozialer werden. Arbeit hat keinen Selbstzweck, sondern den Zweck unser soziales Leben aufrecht zu halten. Arbeit, die soziale Werte zerstört ist gefährlich und asozial!

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Erstaunlich wie es Menschen gibt, die den menschgemachten Klimawandel abstreiten, wenn man betrachtet wieviel Energie wir konsumieren und man sich dabei bewusst wird, dass ein Großteil davon von kohlenstoffreichen Energieträgern bereit gestellt wird.

Energieverbrauch der Menschen: Energieverbrauch der Menschen und wie er langfristig abgedeckt werden kann.

Damit deutlich wird, welches Einfluss unser Handeln hat, ist hier der Zusammenhang vom Energieverbrauch und dem Waldschwinden zu den CO2-Mengen in der Atmosphäre aufgezeigt.

Dabei ist der Klimawandel auch regional einfach bemerkbar, so z.B. auch in Luxemburg, wie diese Visualisierung der Tagestemperaturen zeigt. Der zum Teil geringe Unterschied ist das Tückische am Klimawandel.

Wenn wir wirklich etwas am Klimawandel ändern wollen, dann ist es wichtig die Zusammenhänge richtig zu verstehen. Eines, das wir noch lernen müssen, ist dass es nicht ausreichen wird Holz zu verbrennen, nur weil es vermeindlich CO2-neutral ist.

Selbst der Kohlenstoffkreislauf der Pfanzen wird oft in einem zu stark vereinfachten Kreis abgebildet, der den Einfluss auf die CO2-Konzentration in der Atmosphäre nicht wiedergeben kann, so wie er sich mit Berücksichtung der Dimension der Zeit darstellt.

Aber es ist auch wichtig, dass wir die Ziele beim Ausbau der erneuerbaren Energien nicht aus den Augen verlieren. Dazu ist es wichtig, dass wir Baugesetze schaffen, die die notwendigen Anreize schaffen, bzw. Hürden abbauen, damit die freie Marktwirtschaft sich dieser Aufgabe annimmt und bespielsweise mehr Photovoltaik bei Bürogebäuden realisiert wird.

Damit wird die Aufgabe in einem Smart Grid richtig verstehen, mussen wir auch verstehen, wie sich die einzelnen erneuerbaren Energiequellen verhalten, wie etwa Windenergie, Solarenergie und Biogasanlagen.

Durch Fehlinvestitionen haben wir das Problem einer Überkapazität an Transportschiffen. Wegen schwachen Regeln für Umweltschutz stellen viele Schiffe ein Problem für die Umwelt dar. Gleichzeitig stehen wir vor der Herausforderung, die „Müllhalde Ozean“ zu reinigen. Warum kann man das nicht miteinander verbinden?

Wir subventionieren, weil wir an die freie Marktwirtschaft glauben, aber nicht wollen, dass sie funktioniert – auch wenn dadurch die Gesellschaft profitieren würde.
Ich denke, dass ein Großteil der Gesellschaft und die Mehrheit der Politiker noch nicht verstanden haben, wie mächtig und gleichzeitig wie gefährlich Subventionen sind. In gewisser Weise sind Subventionen das Antibiotika der Politiker, welches diese gegen alle Symptome verschreiben. Ein Großteil der Gesellschaft und die Mehrheit der Politiker haben noch nicht verstanden haben, wie mächtig und gleichzeitig wie gefährlich Subventionen sind.


Hat Arbeit einen Selbstzweck und ab wann beginnt sie uns zu verzehren?

Mehr arbeiten, um die Folgen der Arbeit besser verkraften zu können? Es ist bisweilen wahnwitzig, wohin uns der (Un-)Sinn des Kapitalismus bringt, und noch bringen wird. Aber wir glauben schließlich auch, alles kaufen zu müssen, von dem einer uns erzählt, wir würden es brauchen…

Eine Kurzgeschichte zum Thema des Vidoes:

Nichts als Arbeit: Hat Arbeit einen Selbstzweck und ab wann beginnt sie uns zu verzehren?


Die Macht des Geldes ist allgegenwärtig. Dazu reicht ein Besuch in einen Supermarkt. Ein Blick durch die Regale lässt erkennen, was wir durch unsere Macht erreichen. Das was dort steht, ist das, was wir wollen. Wenn Geld die Welt regiert bedeutet dann Geld nicht auch Macht und Verantwortung?

Subventionen

Weil Subventionen allgemein von staatlichen oder kommunalen Organen und somit mit öffentlichen Mitteln finanziert werden, ist es, oder sollte es unweigerlich das Ziel von Subventionen sein, Handlungen derart zu beeinflussen, dass sie helfen, den Nutzen für die Öffentlichkeit, sprich für die Gemeinschaft, zu maximieren.
Subventionen sind aber weitaus schwächer als andere Steuerelemente des Staates wie Verbote und Gebote. Subventionen sollen die davon Angesprochenen zu einem gewünschten Verhalten verleiten, indem sie belohnt werden. So wird zwangsläufig eine Summe festgelegt, die für eine Maßnahme ausgeschüttet werden soll, so dass die erhoffte Anzahl an Maßnahmen durchgeführt werden wird. Das macht Subventionen zu einem bisweilen sehr ineffizienten und kostenaufwändigen Mittel um gewisse gesellschaftliche Interessen durchzusetzen, denn der Handlungsträger muss all seine Unkosten mehr als kompensiert bekommen, damit er dazu bereit ist, die Subventionen und die damit eingehenden Verpflichtungen zu akzeptieren. Als Unkosten können objektive monetäre aber auch subjektive Kosten auftreten und in letzterem besteht eine bedeutende Gefahr der Ineffizienz von Subventionen.
Eine stark gegenwartsbezogene Zeitpräferenz der Entscheidungsträger, Erwartung einer hohen Rendite auf Kosten der Gesellschaft, sowie eine starke Risikoaversion führt dazu, dass die Renditeforderung extrem überhöht ist, damit selbst im ungünstigsten Fall ein Gewinn erzielt werden kann – Risikoübernahme durch die Steuerzahler. Sind diese Effekte stark ausgeprägt, ist es meist vorteilhaft, wenn der Staat auf die Ausschüttung von Subventionen verzichtet und entsprechende Projekte – falls möglich – selbst realisiert oder sich um andere Maßnahmen bemüht.
Bei Subventionen wird es einige wenige geben, die genau die Summe erhalten, die nötig wäre sie umzustimmen. Alle anderen, die im Sinne der Subvention handeln erhalten mehr als dazu nötig wäre. Das bedeutet, dass zwangsläufig ein Teil der Subventionen wirkungslos bleiben muss. Ein weiterer Teil der Subventionen wird durch den Aufwand aufgezehrt, der nötig ist, um die Subventionen zu erhalten und auch von der Ungewissheit, ob, wann und in welcher Höhe die Subventionen anfallen werden. Auch müssen alle subjektiven Kosten, die in die Entscheidungsfindung einfließen kompensiert werden. Das kann der Umstand sein, dass man von einer alten, vertrauten Technologie wechselt, dass einem die Farbe nicht gefällt, dass man nicht als Idealist angesehen werden möchte oder dass sichtbar wird, dass man Subventionen erhält und einem das unangenehm ist – dann muss man deshalb von den Subventionen dafür entschädigt werden. Abgesehen von den ausgezahlten Subventionen ist der finanzielle Aufwand, um die Subventionsanfragen zu bearbeiten und auszuschütten enorm groß und auch dieser Betrag verpufft ohne in irgendeiner Weise eine positive Wirkung zu erzielen. Im Gegenteil Papier und Energie wird vergeudet und die Umwelt belastet.
Ein Beispiel für wahnwitzige Subventionen kann das Benzinsparen sein. Hier kann vermutet werden, dass Subventionen eher ineffizient wären, entsprechend der Argumentation von zuvor. Auch wenn hier Steuern ebenso wenig Wirkung zeigen, ist doch jeder verbrauchte Liter Benzin in der Lage neben seinen gesellschaftlichen Kosten auch gesellschaftlichen Nutzen zu stiften indem dadurch gesellschaftliche Interessen finanziert werden können. Jeder der gesellschaftliche Kosten verursacht, zahlt proportional zu den Kosten, die er verursacht – es gibt keine gerechtere Verteilung. Handelt er im Sinne der Gesellschaft wir er dadurch belohnt, dass andere einen Teil seiner Finanzierung der Staatsausgaben übernehmen.
Dennoch denkt der Staat, dass es lohnenswert ist sparsame Autos zu subventionieren, die theoretisch auf dem Papier Benzin einsparen. Die Wirkung hängt aber vom Fahrstil des Fahrers ab und davon wie viel dieser fährt. Eine Benzinsteuer kann hier sehr präzise unterscheiden, eine Subvention nicht. Die vernünftige Lösung wird aber nicht realisiert, weil die Gesellschaft unwissend und unvernünftig ist und es den Politiker Wahlstimmen kosten.
Überall dort, wo sehr hohe externe Kosten durch Ressourcen¬verschwendung und Umweltbelastungen anfallen, sind Steuern wirksamer und gerechter als Subventionen, weil jeder entsprechend seines Verhaltens bestraft oder belohnt wird.
Andererseits konzentrieren sich Subventionen im Energie- und Umweltbereich auf einzelne Technologien aber nicht auf das Nutzerverhalten, sodass die Reboundeffekte ungemindert zugelassen werden. Frei nach dem Motto: Es ist egal, wenn Energie vergeudet wird, solange dies effizient getan wird.
Subventionen sind verführerisch leicht zu verteilen und zu versprechen. Von den Empfängern werden sie stets befürwortet, was insbesondere bei einer flächendeckenden Verteilung sehr problematisch ist – es ist das Gift unserer Gesellschaft, eine Droge – wenn sie den Empfängern weggenommen wird, werden sie schreien, weil sie nicht verstehen, dass sie ohne sie besser dran wären.
Subventionen sind unbedingt nur als präzise Anreize zu verstehen und nicht im Gießkannenprinzip zu verteilen, erst recht nicht als Droge, damit Politiker gewählt werden. Subventionen sind Gelder der Gemeinschaft – sie müssen der Gemeinschaft dienen und nicht einem Selbstzweck.
Wir subventionieren, weil wir an die freie Marktwirtschaft glauben, aber nicht wollen, dass sie funktioniert – auch wenn dadurch die Gesellschaft profitieren würde.
Ich persönlich denke, dass ein Großteil der Gesellschaft und die Mehrheit der Politiker noch nicht verstanden haben, wie mächtig und gleichzeitig wie gefährlich Subventionen sind. In gewisser Weise sind Subventionen das Antibiotika der Politiker, welches diese gegen alle Symptome verschreiben.